CARROSSERIE & LACK
Jakob Hauser AG
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INSTANDSTELLUNG   
Allgemeines

Will sich eine Bauweise im Markt etablieren, muss die Reparatur gewährleistet sein. Kleinere oder grössere Schäden gehören zu einem "Autoleben". Was bei einem "Exotenfahrzeug" wie z.B. Ferrari durchaus funktioniert, macht bei einem Serienmodell keinen Sinn: Lange Reparaturwege und die Monopolstellung eines einzelnen Anbieters können einen potentiellen Käufer eher abschrecken als zum Kauf animieren.

Ein gut funktionierendes Netz an Reparaturbetrieben, welche Arbeiten an Alucarrosserien ausführen können, ist deshalb nicht zuletzt wichtig im Interesse von Fahrzeugherstellern, Versicherungen und natürlich Fahrzeughaltern.

Die Reparaturfreundlichkeit von neuen Automobilen nimmt permanent zu. Auch für Fahrzeugkonstruktionen aus Aluminium trifft diese Aussage uneingeschränkt zu. Fahrzeugelemente, welche gezielt dazu verwendet werden, Energie zu absorbieren, können von einem Fachmann rasch und kostengünstig ausgewechselt werden.


Fachkompetenz

Wer ein technisch hochstehendes Produkt wie ein Automobil erwirbt, will den vollen Gebrauchs- und Wiederverkaufswert erhalten. Ein Automobil ist ein Gebrauchsgegenstand, der aufgrund seiner Einsatzart mit Sicherheit nicht von Schäden verschont wird.

Die guten Materialeigenschaften machen nicht nur ein problemloses Recycling möglich, auch eine Reparatur ist ohne Probleme auszuführen.

Der Reparaturbetrieb muss sich jedoch über die fachlichen Kompetenzen für die Alureparatur ausweisen können. Absolute Voraussetzung ist die Schweissprüfung nach DIN EN 287. Diese europäisch anerkannte Prüfung befähigt den Betrieb, Schweissarbeiten an Carrosserien in Space-Frame Technologie auszuführen.


Anforderungen

Im Deformationsverhalten ist Aluminium mit Stahl nicht vergleichbar. Die Kräfte wirken nur sehr örtlich und eine Schadendiagnose ist daher einfacher. Aluminiumspezifischen Faktoren muss bei der Instandstellung unbedingt Rechnung getragen werden.

Grosse Materialunterschiede kommen von Hersteller zu Hersteller vor. So ist den Reparaturanweisungen der Fahrzeughersteller unbedingt Rechnung zu tragen. Aufgrund der unterschiedlichen Legierungen darf beispielsweise ein Honda unter gewissen Umständen rückverformt werden, während bei AUDI deformierte Teile unbedingt zu ersetzen sind.

Bei Klein- und Bagatellschäden kann, wie bei konventionellen Stahlcarrosserien auch, von aussen ausgebeult werden. Mittels eines Bolzenschweissgerätes wird ein Stift schonend auf das Alublech aufgeschweisst und anschliessend rückverformt.

Auch beim Lackieren muss beachtet werden, dass keine Stahlpartikel in den Untergrund gelangen, ansonsten eine elektrolytische Kontaktkorrosion entstehen kann.

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